Das dritte Schwert von Benedikt Julian Behnke
Die Sechs 12 - Der dunkle Traum

"Ich hatte einen Traum..." Wariors Stimme war leise, nur ein Hauch in der Nacht, doch Gisildur, der neben ihm stand, konnte es hören.
"Was für einen Traum?", fragte er leise, während er in den Wald vor den Zinnen und auf die Ebenen dahinter hinaus blickte.
"...Nur einer von uns schaffte den Weg zum Hadesfelsen..."
"Träume lügen, erzählen Geschichten, die niemals wahr sein können!" Ungläubig schüttelte der Ritter den Kopf. Hinter ihnen im Hof standen die Wachen und Kämpfer mit ihren tausend Lanzen, Speeren und Klingen. "Auch wenn dieser Traum dir etwas unheilvolles verheißen hat! Es wird nur zum Teil in Erfüllung gehen!"
"Und welcher Teil ist das, deiner Meinung nach?" Vorsichtig sah er zu ihm auf.
"Berichte mir!"
Warior stockte, wusste nicht, wie er es formulieren sollte. "Ich sah einen Kämpfe mit einem breiten Schwert gegen Muragecht in den Schatten des Felsens kämpfen... Der Kämpfer fiel... Muragecht hatte gesiegt, doch dann trat aus den entfernten Schatten schwarze Gestalten, unsichtbar in der Dunkelheit meines Standortes... Einer erschlug Muragecht... Die Höhle, die Festung, sie stürzte ein, begrub alles unter sich. Die Gestalten konnten sich retten, doch das Schwert wurde mit in die Lava des Vulkans gerissen..."
"Wird es doch an einem anderen Ort geschehen! Vielleicht wenn Muragecht seine Leute anfeuert! Du darfst jetzt nicht aufgeben, Bruder! Bete, dass du der flüchtende Krieger bist!"
"Und was ist mit dem Schatten an meiner Seite?"
"Jeder hat einen Schatten der Vergangenheit an sich heften, Warior! Richte deine Blicke jetzt auf den Kampf!"
Er deutete mit dem Arm ins dunkel der Felder und wiesen, über die sich nun ein grummelnder Schatten zu legen schien. Es waren die Dämonenhorden. Und es war Nacht. Die Zeit des Bösen war gekommen. Noch konnten sie keine Konturen erkennen, keinen dunklen Fürsten an der Spitze, doch die Armee wanderte rasch weiter, würde in wenigen Minuten aus dem Pass scheren und in den Wald vordringen. 
"Da!", sagte Badenius, der zu ihnen getreten war, "Ich hatte Recht! Kalikor hat uns verraten!"
"Das will ich immer noch nicht so recht glauben!" Isribus ballte die Faust. "Immerhin ist er unser Bruder!"
"Vielleicht hat sich das Böse ohne sein Wissen seines Körpers bemächtigt!", warf Warior ein.
"Er wollte dich angreifen, Junge! Versteh das doch, er ist uns allen nun feindlich gesinnt!" Badenius' Stimme war hart, schroff wie ein rauer Felsen. Aus dem schüchternen Jungen war in den wenigen Tagen ein erbarmungsloser Krieger geworden, der für sein Volk bis zum letzten Atemzug kämpfen würde. 
"Du bist schließlich nicht umsonst der Sohn von dem kampferprobten Milchemia!", gestand Gisildur und legte die Hand auf seinen Schwertknauf. "Wir werden diese Stadt verteidigen, koste es was es wolle! Hoffen wir nur, dass Unterstützung aus dem Norden eintrifft!"
"Vom Adlerfelsen?", höhnte Badenius und seufzte, "Nehmt es mir nicht übel, aber euer Vater hat bestimmt anderes zu tun als sein Bündnis einzuhalten! In diesem Moment lässt er ganz bestimmt ein Fest feiern!"
"Ich meinte auch nicht vom Adlerfelsen!" Nun schwieg Badenius. Er wusste, dass sein Vater damit gemeint war, er sollte Hilfe schicken. Auf einmal wurde es ihm warm und er stieg die Treppe der Stadtmauer in den Hof hinab.
"Ich... Werde die Soldaten lieber von da unten anfeuern!", sagte er lächeln und winkte ihnen unsicher und eingeschüchtert zu. Die Anderen nickten und wussten um Badeniusí Gedanken. 
Plötzlich bliesen Hörner laut auf, erfüllten den ganzen Wald von Dröhnen und einem dämonischen Kreischen. 
"Die Schlacht wird in der Geschichte als die unmöglichste eingehen!", behauptete Gisildur zu Warior und Isribus gewandt, "Eine Stadt mit fünfzig Leuten gegen eine unsterbliche Streitmacht von... unendlich vielen..." Er grinste verlegen und zog sein Schwert mit einem klirrenden Geräusch. 
Bogenschützen hinter den Zinnen legten an, zielten nur mit einem Auge, doch das würde genügen um den Feind ins Jenseits zu befördern. 
Jetzt hatte Warior eine Idee. Er drehte sich zu den Leuten und rief ihnen mit weit ausgebreiteten Armen zu:
"Leute! Ich hoffe ihr habt Heute alle Waffen aus Lorbeerholz. Und... tötet nicht! Macht sie nur kampfunfähig, so werden sie nicht wiederbelebt!"
Alle stimmten ihm zu und meinten: 
"Gute Idee!", oder, "Wie ihr meint, mein Prinz!"
Sollte es wirklich so zuende gehen? Er konnte es nicht glauben und er wollte es erst recht nicht! Wo war der verdammte Druide, wenn man ihn brauchte? Vermutlich lag der irgendwo in seinem Bett und schlief seinen Rausch von der Kneipe aus, anstatt diesen verheißungsvollen Schmied herbeizuschaffen. Er musste es zugeben, die Lage war schier aussichtslos. Doch da erinnerte er sich an die Vergangenheit. Genau in so einer unbedeutenden Nacht hatte Milchemia am Klammwall gekämpft und mit ihm der große Zauberer Sendinior, der sich schließlich geopfert hatte, um die Welt von neuem ergrünen zu lassen.
Endlich war es soweit, die Dämonenhorden hatten den Wald durchdrungen und standen jetzt rings um die Mauern, große und kleine, Orks, Trolle, Gnome und Schattenwesen, alle hatten sie sich rund herum um die Stadt versammelt, geiferten und fauchten, sodass ihre Schreie noch lange von den Bergen widerhalten.
"Los!", brüllte da Gisildur und die Schützen unter der Fahne des weißen Drachen ließen ihre Bogensehnen vibrieren und die brennenden Pfeile auf die Feinde hernieder prasseln. Schon war die erste Line umgestoßen und nur wenige waren gestorben, die anderen bewusstlos oder zu schwer verletzt um weiterkämpfen zu können. 
Doch jetzt war der Feind am Zug, und der hatte keine Hemmungen den Gegner sofort zu töten. Eine schrille Ork- Stimme verkündete, dass die Bogenschützen mit ihren schwarzgefiederten Pfeilen nach vorne treten sollten.
Wieder war die Luft erfüllt von dem unaufhaltsamen schwirren und sirren von Pfeilen, die entweder brannten oder mit Gift getränkt waren.
Gerade als der erste Angriff vorüber war, stellte sich heraus, dass fast alle Schützen der Stadt ins offene Messer gelaufen waren und mit duzenden von Pfeilen in der Brust elendig zu Grunde gegangen waren.
Gisildur schluckte und die Tore knirschten, als die berittenen Reiter die Stadt verließen und auf den Kampfplatz losstürmten...

Allagan hatte den jungen Schmied unter den Arm geklemmt und rannte geradewegs auf den Hang hinunter und zu den Ebenen, wo die Dämonen heulten und kreischend kämpften. Irgendwo da mussten sich Muragecht, Sowem Dun und zwei weitere herrschende Diener des Todes sein, das spürte er, doch er wusste nicht, dass die anderen beiden Arborak Dun und Sam waren, gehüllt in die Kleider der schwarzen Schattenwesen. Im Laufe der Jahre hatte sich ihre Zahl von dreien auf fünfzehntausend mindestens erhöht, an deren gepanzerten Leibern jede Klinge brach oder abprallte.
Schnell schickte er eine Meer aus blauen Flammen auf die Gegner und ließ diese halbtot umfallen. Jetzt war die Zeit gekommen, dass der junge Eszentir in den Kampf trat, die Elfensteine und sein kostbares Schwert benutzte. Nun ließ er Shar auf die Füße fallen und dieser Zog sein Schwert.
"Ja, Junge! Jetzt ist die Zeit gekommen, dass du dein Schwert einsetzt! So wirst du ruhmreich siegen!", rief Senragor und aus seinen Fingerspitzen quollen blaue Flammen, zischten zwischen die Reihen der Feinde und vernichteten Hunderte mit einem mal, doch es schienen von ihnen aus gesehen nicht weniger zu werden.
Der Schmied riss gerade seine Klinge durch den Leib eines Gnoms, der widerlich winselnd zusammensackte, als die Klinge grünes Feuer zu fangen schein und blitzartige Feuerzungen von den Elfensteinen auf das Schwert übergingen.
"So macht man das, Halbelf!", lachte der Druide und fetzte seinerseits einige Orks beiseite.
Da bemerkte Eszentir, wie ein dunkles wesen, ein Schattenwesen auf ihn zuhielt, die knochigen Hände wie zu Klauen gekrümmt und aus den roten Augen kam ein rotes, durchdringendes Glühen. Die giftgrünen Flammen stoben höher und das Schwert zog jetzt bei jeder seiner Bewegungen einen hell lodernden schweif hinter sich her. Er stürmte direkt auf das dunkle wesen zu und grub die Klinge tief in das fiebrige, schwarze Fleisch. Wild kreischen warf es sich von Shar und verschwand in den kämpfenden Reihen.
"Mist!", keuchte Eszentir und hob das Schwert für einen neuen Angriff...

"He, seht mal,", rief Warior aufgeregt und deutete auf das andere Ende des Schlachtfeldes, wo abwechseln blaue und grüne Lichtschimmer aus den Dämonen aufzuckten und sie wild beiseite schleuderten, "da räumt ja einer ganz tüchtig auf!"
"Der Druide!", schnaufte Isribus beugte sich über die Zinnen um sie besser sehen zu können und wäre so fast von einem Ork- Pfeil getroffen worden, wenn Gisildur ihn nicht zurückgerissen hätte. "Und da ist noch jemand bei ihm! Soll das etwa dieser Schmied sein?"
Warior erstarrte. Die schattigen Gestalten dahinten war die Gestalten aus seinem Traum, sie würden Muragecht töten und er würde scheitern... Sein Mut schwand rasch und versank immer schneller im Schlachtgetöse.

Der Kavallerie war es gelungen die hälfte der nachgerückten front niederzumetzeln, wurden aber jetzt von deren Nachfolgern zurück bis hinter die Tore gedrängt, die sich dann unter lautem Krachen schlossen.
"Was ist, haben wir gewonnen?", fragte Badenius aufgeregt, doch der Hauptmann der Reiter lachte nur und klemmte seinen Helm zwischen Arm und Oberkörper.
"Gewonnen?", fragte er ungläubig, "Wie sollen wir gegen die gewinnen! Noch immer kommen sie aus dem Pass geschossen, in einer nicht enden wollenden Woge! Wir können die Stadt nicht mehr halten, Prinz!"
"Es muss doch einen Weg geben!", dachte Badenius laut nach.
"Wir könnten mit dem hiesigen Horn Hilfe holen, wenn ihr es erlaubt, mein Prinz!"
Eifrig nickte dieser.
"Aber macht schnell! Ich glaube nicht, dass ich bei diesen eiskalten Temperaturen noch länger hier aushalte!" Genervt winkte der Hauptmann ab und Badenius zog sich schmollend und fröstelnd in den hinteren Teil des Hofes zurück.
Als die helfenden Hörner erklangen, laut und vibrierend aus Schluchten und von den Berggipfeln wiederhallend, war es eben auch ein Ansporn für die Verteidiger der Stadt, die nun die Tore passierten und sich bis ganz vor in die Mitte der Dämonen schlugen, während nur noch die verteidigenden Bogenschützen hinter den Zinnen kämpften...

Auch Kalikor saß noch gefesselt im Gasthaus und hüpfte aufgeregt auf seinem Stuhl, an den er gefesselt war, durch die Gegend, wollte entfliehen, konnte es jedoch nicht  und so gab er es schließlich ganz auf.

Und auch die Prinzen waren unter den Kämpfenden, drängten sich dicht an dicht in einer Phalanx zusammen, aus der Fahnenstangen mit den Bannern des weißen Drachen ragten. Verzweifelt kämpften sie, doch die Dämonen schienen so unendlich stark zu sein, dass ihnen der Mut immer rascher und schneller entfloh.

Jetzt versuchten die beiden Kämpfer mit den magischen Kräften zu ihren Schützlingen zu gelangen, wurden doch plötzlich von einer großen, massigen Gestalt gehüllt in dunklen Tüchern gehüllt aufgehalten. Mit der Gestalt traten drei Diener herbei, dich sich schützend um die eine stellten und als der große die Gewänder um sein Haupt herum fallen ließ erstarrte Senragor:
"Du?"
"Ja!", antwortete Cyprian, der jetzige Muragecht, "Nenn mich ruhig wieder Onkel, wie früher!", meinte er und Arborak Dun zu einer rechten kreischte und schlug mit den Krallen nach Shar, doch dieser konnte noch früh genug ausweichen.
"Du Verräter! Ich dachte du wärest tot... und nun bist du der Dämonenfürst!" Er hatte zu zittern begonnen, die Magie in seinem Inneren begann zu versagen und aus seinen Augen rannen ihm Tränen über die Wangen.
"Oh, das war ich,", gab der ehemalige Druide zum Besten und lachte bösartig, "doch nichts macht mehr spaß, als sich aus seinem dunklen Grab zu erheben und gegen seine eigene Verwandtschaft anzutreten! Findest du nicht auch? Immerhin hast du ja gegen mich gekämpft!", er lächelte ein höllisches Lächeln, das, was er auch bei Sendiniors Tod gelächelt hatte. "Und wie früher wirst du jetzt sterben, denn die Visionen waren alle zu meinem Gunsten, als der Herr der Winde noch lebte!" Er zog das Schwert, das eine Schwert, das dritte und letzte echte Zauberschwert, wenn die beiden anderen Schwerter sich zusammengefügt hätten, wie der Druide vorausgesagt hatte.
Jetzt packte Shar die Wut, er hatte lange genug zusehen müssen, wie sein jetziger Freund gedemütigt wurde, mit erhobener Waffe drosch er auf den schwarzen ein, der jetzt abwehrend sein magisches Schwert in die Höhe riss. Magie prallte auf Magie und Funken sprühten, lodernden hell und gleißend.
"Ein Zweikampf wie in alten Zeiten, wie? Du gegen mich, und meine Diener gegen Allagan! Welch unglückliches Schicksal euch doch vorausgesagt ist, kleine Sterbliche!" Und damit begann de finale Schwertkampf, jeder mit einer magisch aufflammenden Klinge in den verkrampften Klauen...

Erst jetzt, nach zwei langandauernden kämpferischen Stunden antworteten die Hörner der Rettung. Sie stürmte von der Waldenburg und vom Drachenfelsen her, schlugen und fetzten mit aller Kraft gegen die Dämonen, allen an der Spitze die beiden Könige, unter ihnen auch der ehemalige Hauptmann Milchemia.
Das komische war nur, hinter Milchemia rückten nicht nur die goldene Leibwache mit vor, sondern auch das gesamte Elfenvolk auf weißen Einhörnern, die in hellem Galopp dahinbrausten. Es war Arth Patrinell gewesen, der in den Wachturm von Pakin gegangen war und von dort Hilfe geholt hatte. Erstaunlicher Weise waren mit ihnen auch die Zwergen- Pioniere mit ihren Äxten und Spitzhacken gekommen, um ebenfalls ihr Reich zu verteidigen, was gleich als nächstes daran hätte glauben müssen.
So kämpften die Völker in einer einzigen, blutigen Schlacht gegeneinander, in einer Schlacht, die für immer in die Geschichte eingehen sollte.

Allagan blutete stark aus allen Wunden, Klauen und Schwerter hatten nach ihm gestochen ihn mit voller wucht getroffen, da die Eisfrau seine Beine am Boden hatte festfrieren lassen. Er setzte seine Kraft dagegen ein Angriffe abzublocken und vertraute auf Shar, der gegen Muragecht kämpfe.

Wieder prallten die Schwerter aufeinander, hüllten die Kämpfer in eine große Aura von Kraft und Magie ein, die von ihrer Willenskraft getrieben wurde.
Nach einem lang andauernden Gefecht wie diesem, schwitzten sie und ihre Gesichter waren rot vor Anstrengung, ihre Muskeln schmerzten und doch forderte die Magie mehr, hatte sie wie in ihren Bann geschlagen, einen Bann, der unzerbrechlich zu sein schien.
Da wurde Shar abgelenkt, als Allagan zu seinem Schutz eine blaue Feuerwand um sich herum errichtete und Muragecht nutzte diesen Moment um mit letzter, geballter Kraft den jungen Schmied einzuhacken, doch dieser wich im letzten Moment noch aus und so verfehlte der Hieb seinen Kopf, schnitt aber stattdessen seinen linken Unterarm ab und ließ Blut in alle Richtungen spritzen. Shar schrie verkrampft auf und kippte vor schwäche vorn über, während der dunkle Zauberer das Schwert einweiteres Mal erhob, um auf den Jungen einzudreschen, in seinen Augen funkelte Gier und der Hunger nach Macht. Sie ließ er die magische Klinge auf Shars Rücken zischen, genau in dem Moment, als dieser sich ein letztes Mal aufbäumte und die Spitze des Schwertes in die Richtung Muragechts Herz gleiten ließ. Im gleichen Moment durchlugen die Waffen der Rivalen den jeweiligen Körper des Gegners.
Der Junge wurde unter wenigen Schmerzen und Qualen in der Mitte zerteilt, während Muragecht die Klinge durchs herz hindurch geschoben wurde und die Spitze hinter seinem rücken wieder sichtbar wurde. Eszentir war tot, doch Cyprian blieben noch einige letzte Momente, Momente, in denen er sich wieder heilen können würde...
Allagan riss sich von den Gegnern, los eine Flamme der Wut und der Verzweiflung, gepaart mit ewigem Hass und Trauer züngelten in ihm auf und er bündelte sie in seinen Händen zu Magie und zu blauem, blitzendem Feuer.
"Shar! Nein!", schrie er und lenkte den tiefblauen, letzten gebündelten Magiestrahl mit beiden Händen auf Gerwin. 

Es schien eine Explosion aus Licht und Energie zu werden, die sich über das ganze Schlachtfeld in gleißendem Blau schob, sich über alle Körper schob und alles Böse auslöschte, vernichtete...

Allein auf dem wie leer gefegtem Schlachtfeld stand Milchemia, grinsend und von General Patrinell gestützt.
"Ha, ha,", lachte er, "und wieder hat der erfolgreiche Milchemia eine Schlacht geschlagen... Die wievielte war das jetzt? Die Hunderste? Und schon wieder sind fast alle außer mir gestorben!" Welch eine Ironie, dachte er, ich bin wohl unsterblich?!
Er verließ das Schlachtfeld und unterdessen brach auch Patrinell unter schweren Verletzungen zusammen und starb. Trauer erfüllte den König, Angst, allein sein zu müssen. Vielleicht sollte er sich so etwas wie eine neue Milliana anschaffen... oder das Land zu erkunden! Er hatte ja jetzt alle Zeit der Welt...

"Ja, ja...", denkt der Herr der Winde, "das war mein Plan mit dir, mein Spiel!" Die Wolken zogen sich zu und der Meister verschwand im Wind, wurde zum nächsten Land getragen, wo er vielleicht wieder eine Schlacht ausbrechen lassen würde...

Immer noch verlassen und Einsam saß Kalikor an dem Stuhl gefesselt da und humpelte durch das Zimmer. Durch die Energiewelle waren die Fenster gesprengt worden und Glasscherben lagen überall am Boden verstreut...
"Hm... Hm... Hilfe... Hm ...Hm..."
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Ende von: Das dritte Schwert

Schlusswort an alle Leser:

Danksagung und Widmung:
Ich widme diesen Roman meinem Schulfreund Nicolas Clarenbach und allen anderen, die mich hierbei unterstützt haben!
Möge der Herr der Winde auf euch alle Achtgeben!

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© Benedikt Julian Behnke
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