Wo ein Schuh zur Plage wurde von den Twin-Sisters
Kapitel 27: Nanu? Ich dacht’ da liegt der Schuh?

Wo-die-Wege-ein-Ende-finden spielte gegen Zipfel.
Henry und Torgal waren zur Abwechslung einmal nicht als Zuschauer anwesend, sondern vergnügten sich im Hotel-Wellnessbereich. Plötzlich huschten drei kleine Gestalten in den Tresorraum, der als solcher ausgiebig gekennzeichnet, aber nicht geschützt war. In der Mitte des Raumes, auf einem Teakholztisch, lag der mit Goldfarbe lasierte Endspielball, der großzügigerweise von Sohle gestiftet worden war. (Dem Ball galten seltsamerweise mehr Sicherheitsvorkehrungen als dem WM-Pokal - deshalb fanden die drei Gestalten jenen auch umso interessanter.)
Eine der Gestalten, höchstwahrscheinlich ein Unkrautkobold, ergriff den Ball und steckte ihn in einen Sack. Plötzlich schnappte die Falle zu: ein Sack Mehl fiel von der Decke auf den Tisch. Erschrocken sprangen die Gestalten zurück - beinahe hätte der Sack sie mit Mehl zugeschüttet. 
"Quak!", schrie ein Amphibienkobold (das erkennt man an dem höchstrassenspezifischen Quaklaut) auf und rollte mit den grüngelb gesprenkelten Augen. Er musterte den Ball in den Händen des vermeintlichen Unkrautkobolds und berührte ihn vorsichtig mit dem Zeigefinger. "Gold! Gold!", freute er sich.
Die anderen Kobolde stimmten begeistert mit ein und hüpften auf der Stelle herum. Dann tanzten sie um den Teakholztisch und sangen ein koboldsches Volkslied (Hoch auf dem grüngelb gesprenkelten Wagen).
Immer noch erfreut darüber solch wertvolle Beute gemacht zu haben, verließen die Gestalten den Tresorraum und das Stadion. Irgendwann kamen sie zu der Einsicht, dass der Ball ein relativ wertloser Gegenstand war, und warfen ihn in eine Grube im Gras.

* * *

Zur selben Zeit machte Fussli seinen so genannten Kontrollgang in  den Tresorraum. Aber dort angekommen drohten ihm die Augen überzugehen. Der Ball, der Schuh - weg!
"Weeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeg!", kreischte die Transe los. "Wähähähähääg!"
Schussli trat hinzu: "Mist!"
Und Dussli: "Was jetzt?"
Fussli fasste sich zuerst wieder von dem Schreck, während seine Schwestern noch verwundert murmelten: "Wie konnte das passieren? Wie hat man es geschafft unsere unbestreitbar genial ausgeklügelten Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen?"
"Wir sollten das Stadion nach den Dieben durchforsten!", beschloss Fussli, die anderen stimmten ihm zu.
"Glaubt ihr, die Diebe wussten, dass dieser hübsche weiße Babyschuh in dem Ball ist?", fragte Dussli.
"Keine Ahnung", kam es wie aus einem Munde von Schussli und Fussli.
"Was tun wir jetzt?" Schussli hüpfte auf einem Bein herum und sah seine Geschwister irrsinnig an.
"Ich weiß nicht was ihr tut. Aber ich..." Fussli zog eine Flasche Singwälder Tollkirschenschnaps aus seiner Handtasche "...muss auf diesen Schrecken erst einmal was trinken." Großzügig bot er den anderen etwas an, welche sich nicht zweimal bitten ließen.
Irgendwann beschlossen sie den Ball unter den Zuschauern zu suchen. Es dürfte ja wohl nicht allzu schwer sein, diese dreisten Diebe zu finden. Besonders nicht für sie, die Twin-Sisters. Und erst recht nicht nach dem stärkenden Singwälder Tollkirschenschnaps. Weil sie ein wenig Unterstützung doch recht hilfreich fanden, informierte Dussli Krushnak und Nemo per SMS vom Fehlen des Balls.
 

© Twin-Sisters
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Und sicher schon bald geht es hier weiter zum 28. Kapitel...

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