Elfenlichter von Sue Falkenkralle

Hinter dem Busch,
Im tiefsten Wald
Sah man nur kurz,
Eine weiße Gestalt.

Nur ein kleines Licht,
In der Dunkelheit,
Ein kurzes Flackern,
Und schon istís wieder kalt.

Warís ein Kobold?
Zwerg oder Wicht?
Doch was sollen die
Mit einem so reinen Licht?

Heller warís 
Als die Sonne am Tag,
Schöner als die schönste
Prinzessin im Tal.  

Nacht für Nacht
Fiebrig gesucht,
Doch nie gefunden
Und bald verflucht.

Zu prächtig war es,
Um gut zu sein.
Zu verlockend,
Also nicht rein.

Doch alle,
Die dies sagen
Überhäufen jene
Mit Fragen

Die es wirklich 
Gesehen haben.
In dieser einen Nacht,
In all seinen Farben.

Wie war es?
Doch ihnen fehlen
Die Worte 
Um es wieder zu geben.

Schon fast vergessen 
Sah man es wieder
Es blitzt kurz auf 
Und ging dann wieder nieder.

Die Suche begann von neuem,
Bis ein Fremder fragte
Was los sei und weiter zog
Am nächsten Tage.

Des Nachts sah er sie,
die Elfenkinder,
Tanzend und lachend
Über ihren glücklichen Finder.

Er schwieg im Dorf
Und kam bald wieder
Und  wieder sangen sie
Nur für ihn ihre Lieder.

So fröhlich schaute
Der Fremde drein,
Dass alle sich fragten
Was könnt wohl mit ihm sein?

Die nächste Nacht kam,
und wieder ging er.
Ihm zu folgen 
war nicht schwer.

Einer nach dem anderen
Sah ein Licht.
Sie versanken im Sumpf,
Verführt durch die Irrwisch.

Der Fremde aber
Blieb im Wald
Hundert Jahre
Und wurde nicht alt.

Als er eines Nachts am See
Sein Spiegelbild erblickt
Sind da spitze Ohren und ein Glimmen
Und er erschrickt.

Doch nur kurz hält er inne,
denn das Glimmen,
ist nichts als Elfenlicht
aus seinem Inneren.
 

© Sue Falkenkralle
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