Regenbogendrachen von Luise Drachenanwältin
Teil 1: Lugur und Lilian
Kapitel 1: Der Gesangswettbewerb

Es war an einem klaren Spätsommerabend. Lilian hockte vor der Eingangshöhle und sah sich den Sonnenuntergang an. Von ihrem Platz aus konnte sie den rotbraunen Mond mit seinen drei Trabanten sehen. Sie träumte von einer Karriere als Sängerin, denn seit ihrer Kindheit liebte sie Musik und Gesang.
Erschrocken erhob sie sich, nachdem die Sonne ihre letzten Strahlen versandt hatte und lief, leise vor sich hersummend, in die Höhle. Die Jungdrachin von knapp sechzig Jahren, die zur Familie der Großdrachen gehörte, hatte doch glatt vergessen die Küche aufzuräumen, so wie Mama es ihr aufgetragen hatte.
Sie fing an in der Küche zu werkeln, bis sie wieder ins Träumen geriet. So hockte sie am geöffneten Fenster auf einer breiten Fensterbank und träumte weiter. Da vernahm sie ihr bekannte Flügelschläge und wenig später sah sie, wie Mama vor der Höhle landete.
Durch diese Geräusche aufgescheucht, eilte Lilian zur Eingangshöhle und nahm Mama den gefangenen Hirsch ab. Die Jungdrachin fragte sich, wie Mama dem großen Hirsch das Genick brechen und hierher bringen konnte.
Mama grummelte, als sie die unaufgeräumte Küche sah: »Lilian, ich hatte dir doch aufgetragen, die Küche aufzuräumen«, und sah sich ihre Jüngste kopfschüttelnd an.
»Tschuldigung«, kam es von Lilian und sie fuhr fort aufzuräumen.
»Ich vermute, du hast schon wieder mal davon geträumt«, brummte Mama etwas ungehalten, »ein großer Star zu werden. Kind, was soll aus dir mal werden. Und wie willst du, wenn du alt genug bist, eine eigene Höhle in Ordnung halten, satt werden, wenn du nicht einmal jagen kannst.«
»Ach, Mama«, zischte Lilian, »mir ist ein neues Lied eingefallen.«
»So, so«, grummelte Mama und fing an, den Hirsch zu zerlegen und in appetitliche Happen auf eine große Platte zu legen.
Bevor Lilian noch etwas sagen konnte, vernahm sie erneut bekannte Flügelschläge. Mit nassen Pranken verließ sie die Küchenhöhle und eilte dem Vater entgegen.
»Na, mein kleines Mädchen«, fauchte Lilians Vater Gurlun fröhlich und tätschelte ihren Kopf.
Wie sie sehen konnte, hatte er ebenfalls Jagdglück. Mama, die ihr gefolgt war, nahm ihm den Fang ab und zerteilte ihn ebenfalls.
Die drei saßen bereits beim Essen, da hörte sie weitere Geräusche und mit Verwunderung drehte die Jungdrachin ihren Kopf zum Höhleneingang.
Leise vor sich hergrummelnd: »Was wollen Urgur und Gurlan? Etwa mir mein Anteil vom Hirsch wegfressen.«
Genauer hinsehend entdeckte sie, dass ihr großer Bruder Urgur die neueste Drachengazette in der Pranke hielt.
»In der Gazette auf Seite drei steht«, fing Urgur schnaubend an und schlug bei den nächsten Worten die entsprechende Seite auf, »dass im Land Bythen, am Ort Steinhenge, und zwar im dortigen Freilichttheater ein Gesangswettbewerb nur für Drachen stattfinden wird.«
»Wann, mein Sohn?«, fragte Mama ihn knurrend.
Von der Hirschhinterkeule riss Urgur ein Stück ab und ganz langsam, ein Happen nach dem anderen, fraß er sie auf. Er riskierte einen Blick zu seiner kleinen Schwester, und nahm sich das nächste Stück Hirsch.
»Jetzt reicht es«, zischte seine kleine Schwester ungeduldig, »sag endlich wann.«
Mit einem verschmitzten Lächeln schaute Urgur wieder zu ihr hin und griff zum Krug mit dem Kräuterbier. Mit einem Stück Knochen propelte er zwischen den Zähnen Fleischbrocken heraus.
Lilian seufzte und trommelte ungeduldig einen Marsch auf dem Esstisch. »Los, sag schon«, fauchte sie ihn an.
Ihre Eltern beobachteten schmunzelnd wie die beiden Geschwister mit einander umgingen.
Weil Urgur sich einen weiteren Happen Hirsch auf seinen Teller legte und keine Anstalt machte, mehr über den Wettbewerb zu erzählten, schnappte sich der neugierige Vater die Gazette.
Es raschelte und laut las er vor: »Teilnehmer für den Wettbewerb sollen sich bis spätestens zum Jahresende in Steinhenge anmelden.«
Den Kopf hebend sah er nun seine ihn anstrahlende Tochter an, wissend, dass seine Tochter gerne da mitmachen würde. Wusste sie doch, dass der Vater ihr keinen Wunsch abschlagen würde. Ihr Vater wiederum hoffte, dass durch diese Teilnahme seiner Lilian klar wurde, dass sie nicht für ein Leben als Sängerin geschaffen war. Auch Mama hoffte dies. Den Eltern war es nicht klar, dass es anders kommen sollte.
»Da möchte ich gern unsere kleine Schwester singen hören und viele sollen den Genuss ihrer herrlichen Stimme genießen«, grummelte Gurlan, der sehr gern seine Schwester singen hörte und wiegte seinen Kopf hin und her.
»Da musst du noch etwas üben«, schlug Mama in einem ironischen Ton ihrer Tochter vor. »Damit du deinen Text und die Melodie kannst.«
Statt Mama zu antworten schob Lilian sich von ihrem Hocker und stellte sich neben ihren Vater.
Ihn umarmend, bettelte sie: »Lieber Papa, melde mich an. Ich möchte da soo gern mitmachen.«
Bevor ihr Vater etwas sagen konnte, tauchten ihre anderen Geschwister bei ihnen auf. Die ebenfalls diese große Anzeige gelesen hatten. Stundenlang wurde das für und wider besprochen.
Nach reichlicher Überlegung schrieb Gurlun am nächsten Morgen einen Brief und meldete seine Tochter für den Gesangswettbewerb, der Ende Mai des nächsten Jahres stattfinden sollte, an.
Neben der Mitteilung vom Gesangswettbewerb, gab es eine Anzeige vom Drachenhotel Steinblick am Freilichttheater. Die älteren Kinder überredeten die Eltern, doch bei diesem Hotel eine Suite zu reservieren.
Mama passte auf, dass ihre Lilian neben dem Einüben ihrer Lieder die Hausarbeit nicht vergaß. In den nächsten Wochen und Monaten übte Lilian fleißig die verschiedensten Lieder, die sie selbst geschrieben und komponiert hatte. Viele der Texte fielen ihr ein, wenn sie aufräumte oder im Garten werkelte.
Damit die Musiker üben konnten, wurden die Teilnehmer gebeten, die Texte und Noten einzureichen.

Das Jahr endete und begann mit sehr viel Schnee. Gurlun und seine Familie heizten ihre Höhle, so war es sehr gemütlich. Mama liebte es am offenen Kamin zu sitzen und zu lesen.
»Brrr«, fauchte Lilian Ende Janus und schleppte eine Hirschkuh in die Höhle.
Mit einem Blick stellte sie fest, dass ihre Eltern ausgeflogen waren. Erleichtert zerteilte sie sich die Hirschkuh und packte den Rest in den Kühlraum. Am Abend vergaß sie ihren Eltern von ihrem Jagdglück zu berichten, weil sie Gäste hatten.
Bei ihren Spaziergängen und Flügen entdeckte sie immer wieder etwas Neues. So sah sie in den Vorgärten Schneeglöckchen, diese zierlichen Blumen faszinierten Lilian und ihre Mama. Mama hatte im Vorgarten einige Märzenbecher gepflanzt, die nun blühten. Die Pflanzen waren auf dem Planeten Edrena um etliches Größer, als die auf der Erde.
Die nächsten Frühlingsblumen, und zwar die Krokusse, schoben sich aus dem Boden. Mit gelben, weißen und lilafarbenen Blüten waren die Wiesen vor ihrer Höhle, sondern auch neben dem Hotel Steinblick in Steinhenge, überflutet, wie ihnen Lilians ältere Schwester mitteilte, als sie das Hotel überprüfte.
Die Märzsonne schleckte die letzten Schneereste auf und die Singvögel gaben ihre Konzerte.

Im Hotel wurde für die Gäste, die Mitte Mai kommen sollten, alles vorbereitet. Das Hotel war, wie auch die anderen in der Umgebung, komplett ausgebucht.
Aus allen Himmelsrichtungen tauchten in der letzten Maiwoche die verschiedensten Drachen auf. Große und kleine, Wyrme und Laufdrachen. Auch andere Geschöpfe kamen und bezogen ihre vorbestellten Zimmer. Keiner wollte sich das Spektakel entgehen lassen.
Auch Gurlun erreichte endlich das Hotel und schob seine Familie in der Hotelhalle in eine ruhige Ecke. Mit energischen Schritten durchquerte er die Halle und erreichte die Rezeption.
Er fauchte höflich seinen Namen und erhielt den Schlüssel. Kurz wurde ihm erklärt, wo sich die Suite befand. Ein kurzes Danke fauchend, drehte er sich um und ging zu seiner Familie.
Während der Vater wartete, sah Lilian sich interessiert um. Sie entdeckte eine Familie grün-braune Walddrachen, die sich, vor sich hin blasend, den Weg durch die Menge zur Treppe bahnten.
Eine grün-blaue Moordrachin schaute kurz zu ihr hinüber, zwinkerte dem netten jungen Ding zu und folgte ihrem Gefährten. Wie Lilian feststellte, trug die Moordrachin um den Hals einen zu den Schuppen passenden Seidenschal.
Mit den Höhlenschlüsseln in der Pranke trabte Gurlun durch die Halle zu seiner Familie, griff seine Tasche und wortlos eilte er die Stufen hinauf in die erste Etage, anstatt hinaufzufliegen. Seine Familie kannte ihn gut genug, um zu wissen, dass er endlich in die gemietete Höhlensuite wollte.
Der mit bunten Drachen-Marmormosaikbildern versehene Flurboden gefiel Lilian und ihrer Mutter. Die Jungdrachin nahm sich vor, in ihrer eigenen Höhle ähnliche Mosaike verlegen zulassen.
An den Wänden hingen Gemälde von einheimischen Künstlern, die Motive von Theateraufführungen sowie einheimische Tiere und Pflanzen gemalt hatten. Neugierig sahen sich Lilian und Mama in den Hotelfluren um und fanden so heraus, dass jeder Flur anders gestaltet worden war.
Vor einer interessant gestalteten Eichenholztür stoppte Gurlun, steckte den Schlüssel ins Schloss, drehte einmal und schon war die Tür auf.
Die Tür ihrer Suite gegenüber wurde geöffnet und ein Wyrm schaute kurz heraus, nickte und zog sich wieder zurück.
Mit einem Blick stellte Lilian fest, dass es im Wohnzimmer genügend Sitzmöglichkeiten gab. Auf den Tischen standen Blumenvasen mit frischen Blumen sowie einige Schleckereien.
Mama teilte jedem sein Nest zu und ordnete an, dass der Vater den Raum mit seinen noch ledigen Söhnen teilte und sie selbst mit der Tochter.
Lilian hockte sich im Wohnzimmer auf eine breite Fensterbank und sah sich erst einmal im Raum um, dann drehte sie sich und schaute aus dem Fenster. Ihr Blick fiel auf einen Wald mit seinen verschiedensten Bäumen. Sie stellte fest, dass neben Eichen, Buchen, Erlen auch Mammutbäume dort wuchsen.

Gut eine Flugstunde entfernt hatte es sich der Regenbogendrache Lugur mit einer alten Drachengazette an einem Flussufer bequem gemacht und studierte sie zum vierten Mal. Als großer Musikfan hatte er sich fest vorgenommen, sich ein Zimmer zu reservieren; doch das Studium der Tier- und Pflanzenwelt hatte ihn völlig davon abgelenkt.
Er gehörte zu den Großdrachen, und zwar zur Linie der Regenbogendrachen. Als Jungdrache machte es ihm nichts aus, unter dem Sternenhimmel zu schlafen. Im Stillen gab er zu, dass er es genoss, mit Vogelgesang geweckt und mit dem Morgentau gewaschen zu werden.
Während der langen Reise nach Bythen hatte er immer wieder einen Grund gefunden, um Rast zu machen, sich die Gegend anzusehen und zu malen.
Da fiel ihm sein ehemaliger Pflegevater ein, der hätte ihn angeknurrt: »Du trödelst mal wieder.«
Bythen, so war ihm bekannt, war ein grüner Inselstaat auf dem Planeten Edrena. In den letzten Jahren hatte er sich viel im Süden an der Küste von Cheinfran aufgehalten und hin und wieder Ausflüge nach Germanicon gemacht.
Die große Eichenwälder und Mischwälder wurden durch gewissenhafte Personen bewirtschaftet, dann gab es wundervolle Täler und Seen, an denen er sich gern aufhielt. Er kannte diese Personen und lernte von ihnen die Forstwirtschaft.
Er näherte sich Steinhenge und entdeckte unter sich einen Platz, auf dem er landen konnte. Aus Ästen, Blättern und Gras baute er sich ein Nest. Um seinen großen Hunger zu stillen, fing er etliche Hasen und Bisamratten, die er mit einem Feuerstoß grillte und sich nach und nach in seinen Rachen warf. Es war sehr ungewöhnlich für Regenbogenbrachen, die Nahrung zu grillen.
Wenige Meter vom Nest entfernt gab es eine Quelle, aus der er seinen Durst stillen konnte.

Gegen Mittag des nächsten Tages drehte er über dem Freilichttheater seine Runden und sah sich um. Auf einmal juckte und kratzte es ihm am Rücken zwischen den Flügeln. Mit seinen scharfen Augen erspähte er ein kleines Birkenwäldchen, das Abhilfe versprach. Erleichtert flog er hin, landete und riss sich ein Bündel Äste, um sich zu kratzen.
In der linken Pranke hielt er den Buschen aus Birkenästen und rubbelte sich den Rücken. Das tat gut, aber wenn er aufhörte, juckte es weiter.
Plötzlich hörte er ein aufgeregtes Zwitschern, und als er den Birkenbuschen nach vorne holte, hockte ein kleiner, schwarz gefiederter Star zwischen den Ästen.
Sein gelber Schnabel zitterte vor Angst als er flehte: »Friss mich nicht! Oh bitte friss mich nicht! Ich wollte doch nur auch beim Gesangswettbewerb dabei sein ...«
»Warum hast du nicht einfach gefragt, ob du mich begleiten kannst?«, fauchte Lugur verärgert.
»Ich hatte Angst, dass du mich frisst«, wimmerte der blinde Passagier.
»Mach dir mal darüber keine Sorgen. Federn bleiben mir sowieso immer im Rachen stecken«, brummte der Drache, nun schon wieder besänftigt. Er versuchte zu lächeln, um den Vogel zu beruhigen. »Von mir aus kannst du mich begleiten. Jeder darf zuhören. Aber setz dich nicht wieder in diese Falte zwischen den Flügeln, das juckt.«
»Oh, danke!«, piepste der Vogel. Er konnte sein Glück kaum fassen. »Ich heiße übrigens Starionou. Und du?«
»Öhm ... Also ich bin Lugur.« Er hatte schon viele Vögel getroffen, aber keiner hätte es gewagt, sich einem Drachen auch nur zu nähern. Dieser hier nahm - nun, da er sich in Sicherheit wähnte - völlig ungeniert auf seinem Rücken platz.
Vielleicht hatte sein Ziehvater recht. Er trödelte einfach zu viel. Lugur seufzte und schwang sich wieder in die Lüfte. Wenn er pünktlich zum Wettbewerb erscheinen wollte, musste er sich beeilen.

Langsam tauchten die Teilnehmer des Wettbewerbs im Übungssaal, der hinter der Bühne lag, auf. Jeder wollte als Erster auftreten und die fünf Jungdrachen unter den Teilnehmern wurden nicht beachtet.
Lilian huschte neben den Vorsitzenden der Jury, denn ihr war ein Gedanke gekommen, und flüsterte ihm etwas ins Ohr.
Nach einer kurzen Beratung wurde bekannt gegeben, dass per Losentscheid die Auftritte erfolgen. So wurden dreißig Zettel, mit den Namen der Teilnehmer, geschrieben und in einen Topf gelegt. Unter allen Augen zog ein Elb, der mit zur Jury gehörte, einen Zettel nach dem anderen heraus.
Ein Moorwyrm, der in der Nähe des Freilichttheaters wohnte, hockte vor einem großen Blatt und wartete auf den ersten Namen. Zettel um Zettel wurde gezogen und der Name bekannt gegeben. Mit seiner schönsten Schrift notierte er die Reihenfolge der gezogenen Teilnehmer.
Kaum stand der letzte Teilnehmer auf der Liste, wurde diese vervielfältigt. Eine davon hing an der Wand und eine weitere hing in der Wandelhalle.
»Ich bin also als zehnte dran«, grummelte Lilian leise vor sich hin. »Dann kann ich mich noch etwas umsehen.«
Wie sie beobachten konnte, füllte sich der Zuschauerraum mit den verschiedensten Geschöpfen. Niemand wollte sich diese Attraktion entgehen lassen.
Von geeigneter Stelle aus beobachtete sie, wie einige Drachen sich aus der Menge lösten und zum Bühneneingang tappten. Darunter war auch Gurlun, der von seiner Tochter hören wollte, wann sie auftreten wird.
Die tappte ihm entgegen und bevor der Vater fragen konnte, wann sie dran kommt, sagte sie: »Ich bin als Zehnte dran.«
Das wollte ihr Vater hören und lud seine scheinbar aufgeregte Tochter zu einem Beruhigungsdrink ein. Leise sprachen Vater und Tochter und er machte ihr Mut. Trotzdem war er aufgeregter als seine Tochter.
»Danke Papa«, sagte sie, umarmte ihren Vater und fuhr fort: »für deine mutmachenden Worte.«
»Gern geschehen meine Kleine«, kam es von ihm, dessen Schwanzspitze zeigte, dass er ungeduldig darauf wartete, dass seine Tochter auftrat.
Während sie ihre Beruhigungsdrinks langsam schlürften, blickte sie sich um und winkte der großen Schwester zu.
»Lieber Papadrache, lass mich bitte jetzt alleine, damit ich mich in Ruhe umsehen kann«, fauchte sie, nachdem sie ihr leeres Glas abgestellt hatte. Sie war sehr neugierig und wollte alleine die anderen Teilnehmer beobachten.
Gurlun nickte, er war etwas traurig, denn er hätte seiner Tochter gern beigestanden, bis sie auftritt. Ganz langsam schlürfte er zu seiner Gefährtin und ließ sich von ihr trösten.
Von ihrem Beobachtungsposten aus amüsierte sie sich köstlich, wie die anderen vor sich her trällerten oder auch Flüche ausstießen, weil es nicht so gelang, wie sich der Sänger es sich gehofft hatte.
Sie wechselte ihren Platz und stellte sich hinter eine Säule. Von hier aus beobachtete sie einen von sich sehr eingenommenen Bergdrachen. Sein Verhalten verriet ihr, dass er auf die anderen heruntersah, als ob er mehr wert wäre als die anderen.
»Ich bin der beste, ich bin der beste!«, hörte sie ihn vor sich hinmurmeln.
»Na, das wollen wir mal sehen, du Angeber«, dachte Lilian. Trotzdem musste sie zugeben, dass soviel Selbstvertrauen ihr ziemlichen Respekt einflößte.
Bereits bei ihrem Anflug auf Steinhenge hatte Lilian die Anlage bewundert und wusste durch den Geschichts- und Erdkundeunterricht, dass diese vor Tausenden von Jahren erbaut und, bevor sie zu einem Theater umgebaut worden waren, als Kalender sowie als vorzeitliches Observatorium von den Priestern benutzt wurde. Einige der Drachen-Steine und die Positionssteine sind nach den Positionen der Sonnenwende und Tagundnachtgleiche ausgerichtet.
Überall hatten die Veranstalter große Fackeln aufgestellt und bequeme Drachensessel. Wie einige Drachen feststellten, sah es fantastisch von oben aus. So gab es einige Drachen, die die Vorstellung aus der Luft mitverfolgten und bei dem einen oder anderem Lied dazu tanzten.
Außerhalb des Zuschauerraumes belagerten die hungrigen Drachen in der Pause die Buden mit kleinen Snacks und Getränken.
»Du bist die Beste«, fauchte ein Moordrache zu seiner Gefährtin, die sich mit einigen Juwelen behängt hatte und aufgeregt hin und her lief.
Diese machte einige Gesangsübungen und hockte sich zu den anderen Teilnehmern, die durch einen großen Vorhang von der Bühne getrennt waren.
Ein weitere Moordrachin übte gemeinsam mit ihrem Mann noch einmal ihr Lied ein. Lilian bemerkte die Ähnlichkeit zwischen den beiden Moordrachinnen, eine der beiden kannte sie aus dem Hotel, und zwar die mit einem Seidenschal um den Hals, und vermutete, dass es zwei Schwestern seien.
Langsam machte sich die Aufregung bemerkbar, ihr Maul wurde trocken. So ging sie an die Bar, um sich einen Saft, der mit herrlichem Quellwasser der Güteklasse A gemischt war, zu holen.
Den Schwanz schwingend und vor sich her summend steuerte sie den Bereich hinter der Bühne an, um ihr Lied noch mal durchzugehen.
Ein stechender Schmerz in ihrer Schwanzspitze riss sie aus ihren Gedanken. »Aua«, fauchte sie ungehalten und gelber Schwefeldampf drang aus ihren Nüstern. »Welcher Idiot, hat mir da auf den ...«
Es war ein Jungdrache, der ihr versehentlich auf ihr Schwanzspitze getreten war, als dieser sich seinen Weg durch die Menge zu seinem Sitzplatz bahnte.
Sich nach dem Täter umdrehend, blieb ihr das letzte Wort im Rachen stecken, denn sie schaute in ein paar warm blickende grüngoldene Augen.
Bevor Lugur sich entschuldigen konnte, lächelte Lilian, blinkerte ihn mit ihren mit langen Wimpern umrandeten Augen zu.
Wegen fehlender Worte blieb sein Rachen offen. Durch seinen Kopf schoss es: 'Mit so einer hübschen Drachin, würde ich gerne eine gemeinsame Höhle beziehen.'
Er lächelte sie freundlich an und stotterte: »Eeentschuuuldiiiguuung, wwwar niiicht miiit Aaabsiiicht.«
Sie fand das süß, nahm die Entschuldigung mit einem freundlichen Nicken an und verschwand, verführerisch mit dem Hinterteil schwenkend.
Er sah ihr nach, bis sie durch die Tür des Bühneneinganges verschwand.
Dass ihr Herz schneller schlug als sonst, schob sie auf ihren bevorstehenden Auftritt. Ein Lächeln erschien auf ihrem Gesicht, als sie an diesen symphatischen Jungdrachen dachte. Schon wieder schlug ihr Herz schneller. Die sehr wählerische Lilian mochte ihn sofort und freute sich, ihn bei der Abschlussparty nach der Vorstellung wieder zu sehen.
Der Jungdrache Lugur kam erst durch einen Anrempler eines weiteres Teilnehmer des Wettbewerbs zu sich.
Diese Szene hatte Gurlan von weitem beobachtet und lächelte zufrieden. 
'Da ist ja noch ein Regenbogendrache', schoss es ihm durch den Kopf, als er ihn entdeckte.
Er hoffte im Stillen, dass seine Tochter diesen Drachen nicht wegschickte, wenn dieser sie umwarb und sie alt genug für den Hochzeitstanz war.
Als Lugur seinen Platz in der ersten Reihe aufsuchte, war dieser durch eine alte Drachin besetzt.
»Verzeihen Sie, Junger Drache«, entschuldigte sich die blau-weiß gefleckte Süßwasserdrachin, bevor er etwas sagen konnte und blitzte ihn dabei mit ihren klaren grünen Augen an. »Ich dachte hier wäre frei. Ich kann doch soooo schlecht hören und sehen, da habe ich mich einfach hier her gesetzt. Aber nehmen Sie doch meinen Platz, Rang 7, dort hinten.«
Höflich sich vor ihr verbeugend, wünschte er: »Sehr verehrte Drachengroßmutter, ihnen wünsche ich einen angenehmen Abend«, und verschwand in Richtung der hinteren Ränge.
Die fünfhundert Jahre alte Süßwasserdrachin lehnte sich erleichtert zurück. So ein netter Jungdrache, ihr seinen Platz zu überlassen. Als dann die Show losging, wippte ihre Schwanzspitze im Takt zur Vorgruppe.
Lugurs Schuppen glänzten im Kerzen- und Fackellicht regenbogenfarben. Er fand am Rand einen Stehplatz, von dem er gut sehen konnte. Den Platz, der eigentlich der alten Süsswasserdrachin gehörte, überließ er einem Meerdrachen.
Da tauchte ein schwarzer Großdrache auf der Bühne auf. Sofort verstummte das Gemurmel und die Gespräche.
Leicht hüstelnd kam es von ihm: »Mein Name ist Dularndu und ich heiße Sie im Namen der Jury herzlich Willkommen.« Er räusperte sich und fuhr fort: »Jetzt werde ich die Reihenfolge der Sänger vorlesen.«
Wer die Liste nicht gelesen hatte, wusste nun, wer wann dran kam.

Der erste Teilnehmer wurde aufgerufen und von ihrem Platz aus konnte Lilian alles gut beobachten. Er sang sehr gut und sie stellte fest, dass er ein Lied sang, das sie vor Jahren in der Musikschule komponiert hatte. Wie sie dann bei einem Gespräch erfuhr, hatte er es von seiner verstorbenen Schwester geerbt. Sie fragte nach dem Namen und er antwortete. Es war ihre ehemalige Musiklehrerin, der sie das Lied geschenkt hatte.
Die nächsten drei folgten, deren Vorträge immer wieder durch Buhrufe unterbrochen wurden.
Ein Walddrache lief aufgeregt hinter der Bühne hin und her, dabei rempelte er einen Wyrm an, der stolperte und eine große Vase umriss, so dass es schepperte.
Nun wurde der selbstbewusste Bergdrache, der Lilian schon vorher aufgefallen war, auf die Bühne gerufen. Er räusperte sich, verpasste seinen Einsatz und die Musiker mussten von vorn anfangen. Das Publikum wurde ungeduldig. Als er endlich anfing den ersten Ton von sich zu geben, wurde ihr klar, dass ihre Befürchtung unbegründet war. Dass ihn das Publikum ausbuhte, feuerte ihn erst recht an. Seine schrille Kakophonie unterbrach er erst, als ein besonders übler Missklang einen der Glasbehälter der Öllampen platzen ließ.
Die Techniker kamen auf die Bühne, um den Schaden zu reparieren. Selbst das störte den eingebildeten Bergdrachen nicht. Der nächste Missklang ertönte und ein weiterer platzte. Da griff einer der Initiatoren ein und zog den Bergdrachen von der Bühne.
Ungeduldig fauchte er: »Was soll das? Nur weil zwei Öllampen zersprungen sind, wurde ich von der Bühne geholt. Ich will eine weitere Chance.«
Der Wyrm, der neben ihm stand, gab zurück: »Das werde ich mit der Jury abklären.«
Von ihrem Standpunkt hinter einer Säule konnte Lilian das ganze verfolgen. So auch, wie der Wyrm den aufgeregten Bergdrachen wegführte und der nächste Drache seinen Auftritt hatte. Sie bemerkte, wie Scheinwerfer während des Umbaues abgebaut und Riesenfackeln sowie Kerzen aufgestellt wurden.

Wieder fiel, ganz zufällig, Gurluns Blick auf Lugur und seine erste Annahme wurde bestätigt, dass hier ein reinrassiger Regenbogendrache stand.
Leise sagte er zu Mama: »Ich habe einen weiteren Regenbogendrachen entdeckt.«
»So?«, kam es von Mama. »Und wo?«
Weil ein anderer Drache sich vor Lugur schob konnte sie ihn nicht erkennen, was sie ihrem Gefährten mitteilte.
»Dort drüben, natürlich«, fauchte er und zeigte mit seiner rechten Pranke in die entsprechende Richtung. Seine Schwanzspitze zeigte, dass er aufgeregt war.
Mama schaute in die Richtung und sah nur noch wie Lugur hinter einer Säule verschwand. Leise vor sich her grummelnd hockte Gurlun sich auf seinen Platz und widmete sich dem, was auf der Bühne passierte.

Durch einen Spalt des Vorhanges sah sich Lilian das Publikum an.
'Wo ist er?', dachte sie und sah erneut ins Publikum. Von ihrem Platz aus konnte sie nur den rechten Teil des Zuschauerraums sehen.
Nun überlegte sie, wie sie ungesehen und ohne andere zu stören den Platz wechseln konnte. Langsam schlenderte sie auf die andere Seite. Von ihrem nächsten Standort aus sah sie ihre Geschwister und wieder ein Platzwechsel und sie konnte ihre Eltern sehen.
Wieder schoss es durch ihren Kopf: 'Wo ist der Drache mit den ungewöhnlichen Schuppen?' Sie drehte ihren Kopf und da war er. Sie freute sich und über ihr Gesicht huschte ein Lächeln, weil sie ihn endlich auf einem Stehplatz entdeckte.
»Wie mag dieser Drache heißen?«, fragte sie sich und beschloss, nur für ihn zu singen.
Vier von neun Sängern erhielten Applaus und die anderen wurden ausgebuht und mussten die Bühne verlassen.
Schneller als es Lilian gedacht hatte, wurde sie aufgerufen.
Endlich, so schien es Lilians Eltern, betrat ihre Tochter die Bühne. Kurz vor ihrem Auftritt war ihr ein neues Lied eingefallen, deshalb sang sie ohne musikalische Begleitung.
Es war ganz still geworden, als Lilian die Bühne betrat und anfing ihr selbst geschriebenes und komponiertes Lied darzubieten.
Sie sang in ihrer Altstimme:

Mein Drachenherz geriet in Wallung, als ich ihn sah. Ich wünschte, er küsse mich mit den Küssen seines Mundes, denn seine Liebkosungen sind besser als Wein.
Mein Herz wurde ganz zu Liebe, als ich ihn sah.
Seine Schuppen schillerten in allen Farben. Ich wünschte, ich kenn sein Namen. Sein Duft ist wunderbar.
Mein Herz wurde ganz zu Liebe als ich ihn sah.
Eines Tages wird ein König kommen und in meinem Herzen regieren. Er wird mich in Gemächer führen und uns liebkosen.
Mein Herz wurde ganz zu Liebe als ich ihn sah.
Ein Drachenmädchen bin ich, anmutig, o ihr Töchter Edrenas. Wer mag mich zähmen und mein Herz hüten? Wo ist mein Herzens Beschützer, ja wo mag er sein?
Mein Herz wurde ganz zu Liebe als ich ihn sah.
Mein Herz, fand ein anderes Herz. Ich träum', dass ich nicht verberge meine Liebe zu ihm. Möchte ihm meine Seele geben, erblick ich nur noch einmal sein Angesicht.
Mein Herz wurde ganz zu Liebe als ich ihn sah.
Ein Elfendrache möge den Liebesbrief zu ihm tragen, damit er weiß, wie lieb ich ihn ab. Ein böses Wesen fängt mein Brief ab und er bekommt ihn nicht. Wo ist mein Brief? wo ist mein Liebster, der tröstet mein trauriges Herz?
Mein Herz wurde ganz zu Liebe als ich ihn sah.

Lugur war, wie viele der Anwesenden - alt und jung -, beigeistert und klatschte voller Begeisterung. Bei jedem Ton und jeder kleinen Geste kribbelte es durch seinen Körper. Ihre Schuppen schillerten im Kerzenschein, dass es ihm den Atem raubte.
Kaum hatte sie ihr Lied beendet, folgte ein langer Applaus. Nach ihr kamen noch weitere Sänger und Sängerinnen.

Unter den zwei der nachfolgenden Sängern, die sich mit ihr messen konnten, war die Moordrachin, die das stolze Alter von gut zweihundert Jahren hatte und die ihr Lied exzellent und mit guter Stimme vortrug.
Der eingebildete Bergdrache durfte noch ein drittes mal auftreten. Diesmal trug er sein Lied in einem Sprechgesang vor. Es war besser, aber trotzdem wurde er ausgebuht.
Er war von sich so überzeugt, dass sein Lied gut angekommen sie, dass er eine Zugabe geben wollte.
Da kam es zischend und fauchend aus dem Zuschauerraum: »Niemand will dich hören. Verschwinde.«
Wütend blickte der Bergdrache in die Menge und spuckte Feuer, sodass ein Holzpodest in Brand geriet. Die Feuerwehrdrachen löschten es sofort, denn ein Großbrand wollten sie nicht. Durch diese nicht eingeplante Pause, konnten sich die restlichen Sänger noch einmal fangen.
Der Rest, es waren noch acht, wurde ausgepfiffen. Mal passte der Text nicht zur Melodie, mal eine schrille Stimme, dann passten Text und Melodie zusammen, aber der Sänger traf die Töne nicht.
Sieben der dreißig Drachensänger und Drachensängerinnen kamen in die engere Auswahl und durften ein weiteres Lied vortragen.
Bevor die Jury sich zurückzog, sagte der Sprecher, dass es eine kleine Pause gibt. Wieder waren die Buden und Getränkestände von hungrigen Drachen umlagert.
Die Jury hatte es nicht leicht. Trotz allem stand die Siegerin schnell fest. Als erstes wurden die Plätze sieben bis drei vergeben.
Die Moordrachin mit dem Seidenschal bibberte und hoffte, wie ihr Gefährte auch, dass sie die Siegerin war.
Mit einem verschmitzten Drachenlächeln schaute der Conferencier in den Zuschauerraum.
Die Spannung im Publikum war zu spüren, so auch hinter der Bühne.
»Den zweiten Platz erhält die Moordrachin Lucieannabelle«, fauchte nach endlosen Minuten, so schien es allen Anwesenden, der Conferencier.
Lucieannabelle erschien mit erhobenem Kopf auf der Bühne und nahm ihren Preis entgegen und bedankte sich.
»Jetzt die Siegerin. Es ist ....«, der restliche Satz ging im Applaus und Rufe nach Lilian unter.
Das Publikum hatte sich erhoben und stampften mit den Beinen, so dass die Erde bebte. Die Bevölkerung war durch die Elfen vorgewarnt worden. So wunderte sich die Nachbarschaft nicht, dass die Erde bebte. Die meisten von ihnen saßen zwischen den Drachen und wurden von ihnen betreut.
Die Gewinnerin erschien tänzelnd und stellte sich neben dem Conferencier, der ihr den Preis überreichte. Die selbstbewusste Lilian hatte es gewusst, dass sie den ersten Preis erhalten würde.
Die Fackeln wurden gelöscht und am dunkelblauen Nachthimmel waren die Sternenbilder gut zu erkennen. Keine Wolke verdeckte sie.
Auch die Drachen, die aus der Luft die Vorstellung mit verfolgt hatten, waren gelandet. Lilian wurde umringt, so dass sie von ihren Brüdern von den Verehren befreit werden musste.
Sie schaute sich um und sie erblickte diesen netten Drachen nicht mehr. Sie war traurig und aus ihren Nüstern kamen graue Dampfwolken.

Während der Pause suchte Lugur einen Platz, von dem er die Sterne beobachten konnte. Von diesem Platz aus hörte er das Klatschen. Neugierig erhob er sich und kreiste über dem Zuschauerraum. Er freute sich, als er hörte, dass Lilian gewonnen hatte und holte von seinem Lager sein Gepäck.
Die jungverheiratete Moordrachin Annabellmuna, Lucieannabelles jüngere Schwester, schaute kurz zum Himmel und entdeckte einen wegfliegenden Jungdrachen. Ihr Gefährte war stolz, dass sie den dritten Platz gemacht hatte.
Wieder suchte Lilian mit den Augen nach dem Jungdrachen, der ihr so gut gefiel und dessen Bild sich bereits in ihrem Herz festgesetzt hatte.
Die Reporter der Drachengazetten befragten sie, wie es dazu gekommen sei, hier aufzutreten.
Fauchend erwiderte sie, in ihrer Stimme lag etwas Ungeduld: »Daran sind meine beiden großen Brüder schuld und mein Vater, der mich angemeldet hat.«
Mehr war aus ihr nicht heraus zu bekommen, denn ihre Gedanken schweiften schon wieder ab, und zwar zum unbekannten Jungdrachen.

Traurig hockte sie am Fenster ihrer Hotelsuite und sah hinaus. Mama war besorgt, so kannte sie ihre muntere Lilian nicht. Sie setzte sich neben sie und zog sie an sich. Ohne ein Wort zu fauchen strich Mama ihr über den Kopf.
»Du hast dich verliebt«, stellte Mama nach wenigen Minuten fest.
Lilian schniefte nur und sah aus dem Fenster. Leise sang Mama ein Lied, damit Lilian einschlief. Gurlun tauchte auf, hob seine Tochter hoch und legte sie neben der Mutter ins Nest. Mama hauchte ihrem Gefährten ein freundliches Danke zu und zog die Tochter an sich.
Nebenan feierten ihre Brüder den Erfolg ihrer kleinen Schwester. Erst in den Morgenstunden wurde es ruhiger.
 

© Luise Drachenanwältin
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