Wo ein Schuh zur Plage wurde von den Twin-Sisters
Kapitel 12: Aberhatschis letzter Wille

Tintenratsch betrat die Taverne von sich und seinem Bruder Aberhatschi. Dort war es seltsam still.
"Aberhatschi?" fragte Tintenratsch vorsichtig in die Dunkelheit der Taverne.
Dann suchte er erst einmal nach dem Lichtknopf. Tintenratsch stellte die Einkaufstüten zitternd beiseite. Die Taverne war wie ausgestorben, dafür dass sie noch nicht geschlossen gewesen war. Wieder rief Tintenratsch den Namen seines Bruders. Plötzlich vernahm er ein Stöhnen hinter der Theke. Schnell rannte Tintenratsch hinter die Theke. Dort lag Aberhatschi. Tintenratsch erkannte sofort die Schusswunden an seinem Arm.
"Aberhatschi!", heulte Tintenratsch und packte Aberhatschis Kopf. "Mein Bruder!" schluchzte Tintenratsch.
Dann bekam er von Aberhatschi eine Ohrfeige: "Hör auf zu heulen, Tintenratsch!"
Tintenratsch jauchzte: "Du lebst noch?"
Aberhatschi stöhnte: "Ich bin am verbluten!" Er keuchte und meinte: "Bitte... Bitte, mein Bruder... räche mich! Albae töteten mich... sind auf der Suche nach Nemo und Krushnak! Pass der drei Schluchten..."
Dann kippte sein Kopf zur Seite. Tintenratsch begann erneut zu schluchzen: "Ich werde deinen Wunsch erfüllen, mein Bruder... mein Bruhuhuder!" 
Dann sprang Tintenratsch auf. Er ging an seinen Kleiderschrank. "Für Rettungs- und Rache- Aktionen benötigt man... das hier!" Tintenratsch zog einen rosa Tutu heraus. "Und das natürlich!" und er nahm sich seine Wasserpistole.
Dann meinte er, als müsse er jemandem erklären, wozu man diese Dinge benötige: "Die Wasserpistole killt, und das Tutu macht mich unsichtbar, oder eigentlich unwiderstehlich!"
Dann machte sich Tintenratsch auf den Weg um seine Bruder Aberhatschi zu rächen. Er kannte den Pass der drei Schluchten. Und wie es sich für einen Helden gehörte, marschierte er zu Fuß die gesamte Wegstrecke entlang.

* * *

Inzwischen hatten Sentharinas und seine Albae-Kumpanen es geschafft Nemo und Krushnak gefangen zu nehmen. Diese saßen nun in einer Höhle, die sich am Pass der drei Schluchten befand. Nemo zitterte am ganzen Leib. Sie hatten ihn an der Decke der Höhle aufgehängt. Krushnak lag gefesselt am Eingang der Höhle und jedes Mal wenn ein Alb hinein oder hinaus ging traten sie gegen ihn.
Krushnak verzog dabei keine Miene, doch die Albae lachten gemein und meinten: "Uups! Hab’ dich nicht gesehen! Tut mir ja so was von Leid!"
Insgesamt schienen alle Albae ziemlich ausgelassen zu sein. Sie sauften Bier und Wodka und lachten ziemlich viel. Nach einigen Stunden schliefen sie dann, vom vielen Saufen ermüdet, ein. Krushnak war müde. Am liebsten würde er einfach einschlafen. Doch sein Gewissen quälte ihn. Wie nur hatten die Albae ihn und Nemo gefunden? Dieser Pass sollte doch eigentlich sicher sein. Krushnak hatte extra eine geheime und gefährliche Strecke gewählt. Plötzlich sah er am Ausgang der Höhle einen Schatten. Ein Mann tauchte auf... ein Mann, der in einem rosa Tutu steckte und eine Wasserpistole in seiner Hand hielt.
Er meinte: "Hi!" Krushnak fauchte: "Wer sind sie?"
Der Mann meinte: "Ich bin Tintenratsch! Der Bruder von Aberhatschi! Sie müssen Krushnak sein... einen Ork erkenne ich zwanzig Meilen gegen die Wind an seinem Geruch!"
"Aha", meinte Krushnak und zischte dann: "Seien sie doch bitte nicht so laut! Sie wecken noch die Albae auf!"
"Sind sie das?" Mit federnden Schritten ging Tintenratsch zu den Albae.
"Huu! Die haben ja ne ganz schöne Fahne!"
Krushnak rief empört: "Wollen Sie uns nun befreien oder nicht?"
Tintenratsch drehte sich zu Krushnak um und meinte: "Huch... ach ja! Stimmt ja!"
Dann nahm er ein Messer der Albae, tippelte zurück zu Krushnak und schnitt ihm die Fesseln auf. "Und wo ist das gerupfte Huhn?"
"Hgn?"
"Der Papagei!"
"Baumelt da hinten!"
Krushnak ging zu Nemo und schnitt ihm die Fesseln ab. Dieser flog "Danke!" krächzend auf seine Schulter. Krushnak hielt seinen Finger an seine Lippe. Inzwischen war Tintenratsch zu  den Albae gegangen.
"Das sind sie also? Die Bösewichte, die meinen Bruder getötet haben!" meinte Tintenratsch in normaler Lautstärke.
Krushnak dachte: 'Ein Wunder, dass die bei dem Lärm noch schlafen können... aber die haben ja auch einen ganz schönen Rausch auszuschlafen.'
Nemo krächzte: "Aberhatschi ist tot? Oh nein!"
Tintenratsch meinte: "Ja..."
Krushnak erwiderte abwesend: "Das ist... aber traurig!" Dann meinte er: "Wir sollten nun verschwinden!"
Tintenratsch schüttelte seinen Kopf: "Nein, geht nicht! Ich muss meinen Bruder rächen!"
Dann packte er sein Messer und zog einen der Albaeköpfe an seinen Haaren hoch und hielt ihm ein Messer an die Kehle.
"Mann sind die hübsch!", meinte er dann und ließ das Messer wieder sinken. "Tut mir Leid Bruder!", murmelte Tintenratsch.
Krushnak meinte ungeduldig: "Also wir gehen! Die können jeden Moment aufwachen!"
Tintenratsch entgegnete zermürbt. "Ja, geht nur! Ich muss sie erst töten! Und wir müssen ja eh in verschiedene Richtungen davon!"
Krushnak sah ihn erstaunt an. Dann meinte er ehrlich: "Es ist deine Sache, was du tust! Aber Danke vielmals für deine Rettung!"
Tintenratsch entgegnete, lächelnd und dabei die Augen zusammenkneifend: "Hab ich doch gern gemacht!"
So ließen Krushnak und Nemo Tintenratsch bei den Albae zurück, der liebend gern dort blieb. Krushnak und Nemo jedoch hatten noch eine gefährliche und abenteuerliche Reise vor sich. Sie mussten Rosenbusch lebend erreichen!
 

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Und schon geht es weiter zum 13. Kapitel: "Die Aufgabe"

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