Der Prophet und der Totengräber von Matthias Wruck
Kapitel 31

Joro schlief noch mehrere Stunden und als er wieder wach wurde, ging die Sonne schon auf.
Die Massage vom Vortag hatte wahre Wunder gewirkt und er fühlte sich ausgeruht genug, in seine Rüstung zu schlüpfen und vorsichtig damit zu laufen.
Als er fertig war, wartete Nalfein bereits vor seiner Hütte.
"Bist du wieder einigermaßen auf der Höhe?"
Der Priester nickte.
"Die Muskeln sind immernoch ein bißchen strapaziert, aber ich denke wir können trainieren."
"Bist du sicher?"
"Ich übernehme die volle Verantwortung."
Nalfein schnaubte. "Das wird im Zweifelsfall von einer höheren Instanz nicht akzeptiert."
"Es geht mir wirklich gut, Nalfein, vielleicht noch ein wenig angeschlagen, aber gut genug."
Es war dem Drow anzumerken, daß er sich bemühte, das Tempo nicht zu schnell zu gestalten, was Joro versuchte, mit ausreichendem Lerneifer zu belohnen.
Früher als sonst gab ihm sein Lehrmeister das Zeichen, aufzuhören. Fast empfand er Bedauern, da er im Geiste durchaus noch den Willen gehabt hätte, fortzufahren, aber seine Muskeln und Knochen meldeten ihm, daß es genug war.
Nach einem Waschen an der Quelle machte er sich nach einiger Zeit endlich einmal wieder daran, nach dem Friedhof zu sehen. Viel zu tun war nicht, da es in den letzten Tagen zwar hin und wieder Bodenfrost gegeben hatte, aber die Pflanzen auf den Gräbern sorgten zusehends dafür, daß die Erddecke auf ihnen ihren Zusammenhalt wahrte.
Er fegte die Wege frei und freute sich dabei, daß es mittlerweile zumindest auf dem Gnadenacker so trocken war, daß die Steine nicht dauernd mit Schlamm bedeckt wurden.
Als er sich zwischendurch umdrehte, sah er den dunklen Herrn auf der Bank an der Feuerstelle sitzen und zu ihm herüberschauen.
"Du hättest doch sagen können, daß du da bist."
"Ich sehe dir aber gerne zu, wie du das tust, was mir gefällt."
"Hast du vergessen, daß viele Menschen es als unhöflich empfinden, sich einfach so anzuschleichen?"
"Nein, aber da ich selbst kein Mensch mehr bin, gelten für mich gewisse Regeln nicht mehr."
"Na, solange du Freude daran hast..." Joro fegte weiter.
"Die habe ich tatsächlich. Da drüben liegen noch Kiesel auf den Steinen."
"..."
"Ganz recht, Spaß am Klugscheißen habe ich auch." Der Gott lachte.
"Was verschafft mir die große Ehre deines Erscheinens, Herr?"
Celestus dachte kurz darüber nach, ob das wohl gehässig gemeint war, aber Joro meinte die Frage wohl ernst.
"Ich will, daß du dich reisefertig machst."
Der Priester hielt inne und schaute seinen Gott ungläubig an.
"Was?"
"Pack deine Sachen und mach dich auf nach Bargum."
"Jetzt?"
"Ganz genau. Jetzt."
Wortlos stellte Joro den Besen an die Hüttenwand und ging nach innen, der Gott folgte ihm.
Drinnen angekommen holte er sich ein paar Dinge zusammen und schaute dann prüfend auf die Rüstung.
"Soll ich die mitnehmen?"
"Das liegt allein bei dir. Ob du sie brauchen wirst oder nicht, kann ich dir zu diesem Zeitpunkt nicht sagen."
Joro entschied sich für die Rüstung und hängte auch noch den Schild auf den Rücken und den Hammer an den Gürtel.
"Wie ich sehe, ist es dir wichtig, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein."
"Ich habe hier in den letzten Wochen mehr gelernt, als ich selbst überhaupt bisher begriffen habe, Herr."
Es klopfte an die Tür.
"Joro, bist du da?"
"Komm herein, Dinin."
Der Drow betrat die Hütte und war von dem Anblick, der sich ihm bot, reichlich überrascht. Nach einer kurzen Ehrbekundung an Celestus blickte er wieder Joro an.
"Habt ihr beide irgendetwas vor?"
"Ausgesprochen höflich, daß du ihn fragst und nicht mich, Dinin." Die Stimme des Gottes klang amüsiert.
"Verzeiht, Celestus, es ist eine Angewohnheit."
"Ich bin nicht beleidigt."
"Gut, denn es war auch nicht meine Absicht, Euch zu beleidigen... Also?"
Joro sah kurz zu seinem Gott, dieser nickte ihm aber aufmunternd zu.
"Er will, daß ich für ihn nach Bargum gehe."
"Ah, das hattest du ja schon erwähnt. Wann denn?"
"Jetzt."
"Äh..." Dinin blickte Celestus hilfesuchend an.
"Du hast ihn gehört, er soll sofort aufbrechen."
"Ganz allein?"
"Ich fürchte, daß die Hilfe, die du ihm angedeihen lassen könntest, nicht viel ausmachen könnte."
Dinin fühlte sich davon nicht überzeugt.
"Es ist mir nicht wohl dabei, wenn er ganz allein nach Bargum geht. Und wenn Vierna das herausfindet, wird sie ihn garantiert auch begleiten wollen."
"Versteh’ mich nicht falsch, Dinin, aber das möchte ich vermeiden. Außerdem hat es doch, wenn ich mich nicht irre, gestern sowieso ein paar Problemchen gegeben, oder liege ich da falsch?"
Der Drow und der Priester scharrten beide mit den Füßen und der Gott schnalzte tadelnd mit der Zunge, die er nicht hatte. "Ihr beiden wißt ganz genau, wovon ich rede."
"Jaa... du hast recht", meinte Joro.
"Und Dinin, stimmt es nicht, daß du vermieden hast, Joro zu sagen, daß es besser wäre, wenn er für eine kurze Weile ein bißchen Abstand von Vierna hält, damit sich die Wogen ein bißchen glätten und die beiden wieder in Ruhe miteinander umgehen können?"
"Ist das so?" Der Priester schaute den Drow an.
Dieser murmelte ein paar Worte und schaute zu Boden.
"Ist das so oder nicht?" Diesmal sprach Joro mit Nachdruck.
"Ja, das stimmt. Sie meinte, daß es erst einmal ein bißchen Ruhe geben müsste, damit sich die Gemüter abkühlen. Aber Celestus hat recht, wenn sie wüßte, daß du von hier fortgehen mußt, wäre sie nicht einmal eine halbe Stunde später abreisefertig."
"Verdammte Scheiße!" Joro schlug mit der Faust auf den Tisch. Dann sah er zu Dinin.
"Also gehen wir beide alleine." Er wandte sich Celestus zu. "Erlaubst du das?"
"Wenn du deinen Freund mitnimmst, wirst du nicht nur für dich selbst, sondern auch für ihn Verantwortung tragen müssen."
"Das Risiko gehe ich ein. Ich habe Vertrauen in Dinin und weiß, daß ich mit ihm in meiner Begleitung wesentlich besser fühlen werde."
"Dann sei es."
Dinin nickte Celestus kurz zu und sagte dann:
"Wir treffen uns so schnell es geht auf der anderen Seite des Portals, ich komme hin, sobald ich alles zusammen habe. Nimm die Dose mit."
Joro mußte grinsen, als der Drow aus der Tür sprang und wandte sich dann wieder seinem Gott zu.
"Das ist wirklich in Ordnung?"
"Ja. Aber vergiß nicht, was ich dir gesagt habe."
Der dunkle Mann verschwand und Joro stand kurz unschlüssig am Tisch. Dann ging er zum Schrank und holte ein Stück Pergament und das Schreibzeug heraus, um Vierna eine Nachricht zu hinterlassen. Er hätte es sich niemals verziehen, wenn er nicht wenigstens etwas für sie geschrieben hätte. Trotzdem fühlte er sich wie ein mieser Schuft, sich einfach so davonzustehlen.
 

Auf der anderen Seite des Portals konnte er, während er auf Dinin wartete, den Fortschritt der Duergar bewundern. Mittlerweile hatten sie weiter unten im Tal zwei Wälle errichtet und jeweils mit einer Palisade versehen. Alles das an nur einem einzigen Tag, das beeindruckte ihn sehr.
Der Portalkreis schimmerte und Dinin stand darauf, in seine schwarze Lederrüstung gehüllt und einen Rucksack auf dem Rücken.
"Gehen wir, wir sollten uns beeilen und an der Bergwand entlang gehen, damit uns keiner sieht."
Joro nickte und folgte dem Drow, der ziemlich leichtfüßig die Schräge entlang lief, während er mit seiner Plattenrüstung nicht ganz so elegant hinterhertapste.

Sie waren schon einige Stunden gelaufen, am falschen Bergdorf vorbei, als sich Joro endlich traute zu fragen.
"Wird sie wütend auf mich sein, wenn sie herausfindet, was wir hier machen?"
"Freuen wird sie sich mit Sicherheit nicht, aber wenn du ihr hinterher erklärst, warum du das getan hast, dann wird sie dir vielleicht zumindest den Kopf nicht vom Hals reißen."
"Wieder ausgesprochen hilfreich heute, Herr Veldrin’Ssreen."
"Du hast mich gefragt und bekommst eine ehrliche Antwort. Dein Daishaniwesen färbt langsam auf mich ab..."
Joro grunzte nur und stapfte schweigend hinter ihm her. Kurze Zeit später kam ihm aber noch eine weitere Frage in den Sinn.
"Was glaubst du, wie lange wir dieses Mal brauchen werden? Wie lange waren wir damals unterwegs?"
"Fünf Tage, aber da warst du noch ein ganzes Stück dicker und schlechter in Form. Wenn wir uns beeilen und am Tag etwa 25 Meilen laufen, können wir es in drei Tagen schaffen."
"Dann laß es uns schnell hinter uns bringen. Ich möchte so schnell es geht wieder in die Enklave."
"Glaubst du, daß eine Rückkehr dorthin im Sinne deines Gottes ist?"
"Kein Gott auf dieser Welt wird es jemals schaffen, mein Herz wieder von diesem Ort zu lösen."
Dinin wußte, daß es nicht nur der Ort war, aber da er auch wußte, daß Joro schon einige Gewissensbisse wegen Vierna plagten, vermied er, noch in dieser Wunde zu bohren. Stattdessen lächelte er nur fröhlich und stapfte schweigend weiter.

Jetzt, wo kaum noch Schnee lag und die Tage länger waren, kam Joro der Weg nach Bargum völlig anders vor als beim letzten Mal. Vielleicht war auch das Gefühl, das die Reise begleitete ein Grund dafür. Auf dem Weg zur Enklave waren sie auf der Flucht gewesen, immer in der Angst, die Garde von Bargum im Nacken zu haben.
Mit der Ungewißheit, die jetzt den Weg nach Bargum begleitete, war es zwar auch nicht gerade ein fröhlicher Ausflug, aber immerhin gab es hier ein Ziel, auf das sie hinarbeiteten, anstatt vor einer möglichen Gefahr im Nacken zu fliehen.
"Findest du es nicht auch seltsam, daß uns damals keiner verfolgt hat?", fragte Joro seinen Begleiter.
"Warum?"
"Wenn die mit Pferden hinter uns hergekommen wären, hätten die uns innerhalb kürzester Zeit einholen können."
"Vielleicht hat Celestus da etwas dran gedreht. Oder sie waren so schockiert, daß sie gar nicht darüber nachgedacht haben, das zu tun", grübelte Dinin.
"Es ist nicht einmal vier Wochen her... Ich hoffe, daß wir nicht gleich auf den ersten Blick getötet werden."
"Da schließe ich mich an..."

Am Abend suchten sie sich eine geschützte Stelle in einem Waldstück und machten ein Lagerfeuer. Dinin verschwand kurz und kam dann mit einem Hasen in der Hand wieder.
"Ich weiß, Hasen sollte man vor dem Essen eigentlich beizen, aber frisch gebraten ist es besser als gar nichts."
Sie aßen eifrig, der Marsch hatte hungrig gemacht und das Bißchen Brot und Schinken, das sie dabei hatten, machte einfach weniger satt, als ein gutes, warmes Essen. Schließlich sanken sie jeder gegen einen Baum und begannen langsam einzudösen.
Dinin schrak hoch und seine Dolche flogen in seine Hände. Eine Gestalt stand im Schein des ausbrennenden Feuers, in eine lange, dunkle Robe gehüllt.

"Guten Abend, meine Herren."

Dinin war unschlüssig, was zu tun sei, und Joro hatte zwar seinen Hammer am Knauf gepackt, machte aber keine Anstalten, aufzuspringen. Konnte er auch gar nicht, mit der Rüstung am Leib konnte er sich höchstens langsam aufrichten.
Die Gestalt lachte leise und sagte dann mit ruhiger, leicht röchelnd klingender Stimme:
"Es ist nicht nötig, daß Ihr Eure Dolche zieht, Herr Dunkelelf, ich bin euch beiden nicht feindlich gesonnen."
"Wer seid Ihr?" Dinins Stimme klang bedrohlich.
"Ein Pilger des Celestusordens. Wie ich sehe ist Euer Begleiter ein Totengräber."
Joro sah den Gast überrascht an.
"Ein Pilger? Wohin pilgert Ihr?"
"Wohin wohl. Nach Bargum selbstverständlich."
"Seid Ihr ein Mitglied der Kirche?"
"Das war ich vor langer Zeit, heutzutage bin ich nur noch ein einfacher Wandermönch, der hin und wieder in die Stadt des Herren wandert, um dort zu sehen, wie die Dinge stehen."
"Wann wart Ihr das letzte Mal dort?"
"Oh...", die Gestalt kratzte sich am Kinn und dachte nach, "vor etwa zehn Jahren, denke ich. Es könnten auch leicht fünfzehn sein."
Dinin ließ seine Dolche sinken. Mit ein paar Gesten in Joros Richtung fragte er, ob dieser dachte, daß alles in Ordnung sei. Der Priester antwortete mit einem knappen 'Ja'.
Joro stand etwas umständlich auf und machte einen Schritt auf ihren Gast zu und streckte seine Hand aus.
"Ich bin Joro Macun, ein Totengräber."
Der Mann vor ihm machte keine Anstalten, die Hand zu ergreifen, sondern verbeugte sich nur knapp.
"Es freut mich, Eure Bekanntschaft zu machen, Herr Macun, mein Name ist einfach nur Jan."
Irgendwie schien es, als leuchteten die Augen des Pilgers unter der Maske des Celestus, die er trug, leicht rötlich. Für einen Drow war er aber mindestens zwei Köpfe zu groß.
"Erlaubt Ihr mir, mich an euer Feuer zu setzen? Ich bin heute eine gehörige Strecke gelaufen und hätte nichts dagegen einzuwenden, mich eine Weile hinzusetzen."
"Natürlich, setzt Euch, Jan."
Der Mann bedankte sich anständig und ließ sich mit knackenden und krachenden Gelenken zu Boden sinken. Dabei schwappte ein eisiger Wind in Joros Richtung, was ihm zusätzlich das Gefühl gab, daß der Pilger, wenn er denn einer war, ein ziemlich seltsamer Zeitgenosse sein mußte.
"Ein Totengräber also, was?"
"Ja, ganz genau."
"Hmmm... zu meiner Zeit gab es sehr viele davon, wir hatten bestimmt über zweihundert, die von Bargum aus durch ganz Daishan streiften, um unserem Herrn zu dienen."
"Ach?"
"Aber das ist sehr lange her, heute findet man höchstens ein paar von ihnen seßhaft auf dem Land, über ganz Daishan verstreut..."
"Ja, das sagte mir der Herr eines Tages."
"Oh, er spricht zu Euch?"
"Das ist richtig."
Sein Gegenüber machte ein anerkennendes Geräusch.
"Das habe ich schon lange nicht mehr gehört. Zumindest nicht aus dem Munde eines einfachen Totengräbers."
"Hat er auch zu Euch gesprochen, damals als ihr noch in der Kirche wart?"
"Ja. Ja, das hat er in der Tat", der Mann nickte sinnierend vor sich hin, "aber das ist, wie ich bereits erwähnte, schon sehr lange her und seitdem habe ich auch nichts mehr von ihm gehört. Vielleicht ist das auch gut so."
Joro verstand diesen Ausspruch nicht, aber er traute sich auch nicht, nachzufragen.
Der Pilger hob wieder an, zu sprechen.
"Und was sagt Euch der dunkle Herr?"
"Nun ja, er hat mich berufen und bringt mir bei, ein Totengräber zu sein. Ich glaube, ich wurde auf meine Reise nach Bargum gesandt, um dort zu lernen."
Jan pfiff durch die Zähne. "Interessant. Ausgerechnet dorthin schickt er Euch."
"Was ist daran falsch?"
"Nichts. Nein, daran ist nichts falsch. In Bargum gibt es für Euresgleichen mehr zu lernen, als man in Kürze überhaupt begreifen konnte. Ich hoffe, daß er Euch genug Zeit gibt, alles dort zu sehen und zu verstehen, was dort zu sehen und verstehen gibt... Ist es das erste Mal, daß Ihr dort hingeht?"
Die Frage klang irgendwie bedrohlich, aber Joro entschied sich, darauf zu antworten.
"Nein, ich habe schon einmal ein paar Monate dort gelebt, aber ich bin an einen anderen Ort berufen worden."
"Mission bei den Drow?" Der Mann lachte röchelnd.
Dinin lächelte süffisant.
"Mitnichten, werter Herr. Wir Drow sind mit unserer Religion durchaus zufrieden."
"Verzeiht, Herr Dunkelelf, ich wollte Euch nicht zu nahe treten, es sollte ein Witz sein."
"Das, was ich sagte ebenfalls, vielleicht ist Euch der sarkastische Inhalt meiner Aussage aufgefallen."
Jan lachte wieder, immernoch röchelnd.
"Ein Drow mit Humor. Das trifft man nicht häufig."
Er kämpfte sich, wieder mit unglaublichem Knirschen und Krachen der Gelenke, auf die Beine und nickte den beiden zu.
"Ich habe mich zur Genüge ausgeruht. Wenn man so alt ist, wie ich, hat man keine Zeit zu verlieren, an die Orte zu kommen, an die man gehen will. Ich wünsche euch beiden eine gute Weiterreise, vielleicht treffen wir uns dort."
Der Pilger drehte sich zwar kurz zum Gehen, wandte sich dann aber dennoch wieder den beiden zu.
"Ach, bevor ich es vergesse, ich habe gehört, daß der Erzbischof von Bargum vor ein paar Wochen ermordet worden sein soll, da kursieren wirklich seltsame Geschichten."
Da er wußte, daß Joros Rune sie beide in große Gefahr bringen konnte, ergriff Dinin das Wort:
"Wirklich?"
"Ja, ihr solltet Euch vor seltsamen Gestalten wie mir in Acht nehmen, wer weiß, ob der Mörder nicht noch hier herumspukt. Ein paar Leute behaupten sogar, es sei ein Untoter gewesen."
"Wer sagt uns denn, daß Ihr nicht der seid, von dem Ihr redet?"
Jan gab den Blick auf seinen Hals frei, der unglaublich faltig und eingefallen war. Darauf war im Schein des Feuers zwar schlecht, aber einwandsfrei die Rune eines Daishani zu erkennen.
"Weil ich gesagt habe, daß ich Euch nichts Böses will."
Dann ging er davon.
 

© Matthias Wruck
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Und schon geht es hier weiter zum 32. Kapitel...

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